Auf der ersten Touretappe der eTourEurope fahren wir von München nach Basel.

Der Start ist am Odeonsplatz. Wir kommen wenige Minuten nach acht Uhr an und fahren praktisch sofort los. Die eTourEurope-App hat leider viele Bugs. Sie ist bisher immer abgestürzt. Kurz vor dem Tourstart lässt sie sich dann doch noch starten. Zeigt aber weder die anderen Teams noch den Status an. Insgesamt sicher auch für den Veranstalter, der hier einige Ressourcen investiert hat, ziemlich nervend. Die Einwahl in die Android-App als „Visitor“ funktioniert einmal, dann nicht mehr. Wir machen also unsere Aufschriebe auch die Tageszettel und führen parallel auch noch unsere Excel-Tabelle, die nebenher auch noch jede Menge Statistik ausrechnet, davon später mehr.

Erste Rast war bei BauFritz in Erkheim. Man nennt sich auch „Hausschneiderei“ und hat sich auf die Herstellung von Ökohäusern spezialisiert. Toller Empfang, genügend Lademöglichkeiten, eine Wallbox Typ2 und mehrere improvisierte Ladepunkte mit 32 Ampere Drehstromsteckdosen.

Routenplanung und Ladestrategie sind neben sparsamer Fahrweise sicher die zentralen Fragen, wenn man erstens ankommen und zweitens vielleicht mal eine Tagesetappe gewinnen will. Die Nächste Etappe geht nach Konstanz. Es bieten sich drei Alternativenan. Erstens durch Bregenz und am schweizerischen Südufer entlang. Zweitens über das Nordufer B31 um den Untersee herum und drittens die Abkürzung mit der Fähre von Meersburg nach Konstanz. Wir entscheiden uns für die kürzeste Strecke und nehmen die Fähre. Ist auch toll über das Wasser.

Am eMeetingPoint – so heißen die Treffpunkte an den Etappenzielen – in Konstanz gibt es ein kleines Fest in „Klein-Venedig“. Die Ladeinfrastruktur ist gut- Es gibt sogar crOhm-Boxen mit 43 Kilowatt. Unsere erste richtige 43 kW-Ladung, gut 20 Sekunden pro Prozent – in einer halben Stunde kann die Zoe so von null auf 80 Prozent laden. Das ist für eine Ladung bei der Durchreise sehr beeindruckend und nützlich, für zu Hause reichen aber auch 22 oder gar nur elf Kilowatt.

Weiterfahrt nach Spreitenbach zur „Umweltarena“, einem Öko-Superzentrum. Der schildkrötenartige Bau hat als Dach eine riesige Photovoltaik-Anlage und innen eine Mischung aus Supermarkt und Erlebnispark. Hier ist der eMeetingPoint ist leider eher schwach besucht. Die Ladesäule von ABB läuft erst beim dritten Anlauf ordentlich.

Auf nach Basel durch die schöne Schweiz. Es gibt so viele Elektromobilitäts- und Umweltthemen, dass wir den landschaftlichen Reichtum viel zu wenig wahrnehmen. Europa ist so vielfältig und schön und wir dürfen das auch noch zur schönsten Jahreszeit genießen. Was für ein Geschenk.

Der Barfüßlerplatz in Basel liegt sehr zentral. Wir kommen kaum durch die Straßenbahnen und verschlungenen Wege hin. Für eine so große Stadt, sind nicht so beeindruckend viele Leute gekommen. Aber der Erfinder des Twike ist mit der Nummer „001“ gekommen, Baujahr 1995 – das war mal beeindruckend. Eins bleibt von Basel auf jeden Fall in Erinnerung: Es ist schweineteuer. Ein Döner kostet 9,50 Euro, ein Salat gibt es ab [sic!] 15 Euro. Morgen geht es weiter über Straßburg nach Luxemburg.

So ging es los – Unsere Anreise zum Start

Bildergalerie