Jana war in Salzburg, Jérôme bekommt Kontra zu seiner Seilbahnidee und alles zum neuen Smart ED.

 

In dieser Folge machen sich Jérôme und Jana einen Lenz. Denn es gibt gleich drei Interviews in diesem Podcast – bleibt also kaum Zeit für die beiden zum Ausschweifen und Streiten.

Jana war in Salzburg auf dem 4. ZOE Treffen des ZOE-Club Austrias. Dort hat sie Craig Tonge und Jan-Bart Spang getroffen. Ein Engländer und ein in Irland lebender Niederländer, die von Coventry in den englischen Midlands in einer alten Renault ZOE bis nach Salzburg gefahren sind. Craig ist Vorsitzender des Renault ZOE Owners & Z.E. Club. Jan-Bart ist Mitglied in der Irish EV Owners Association. Auf ihrer Reise haben sie 1.800 Pfund – etwa 2.065 Euro – für das Myton Hospiz in Warwick gesammelt.

1.400 Kilometer in 33 Stunden

Jana konnte die beiden kurz interviewen. Da das Interview naturgemäß auf Englisch ist, gibt es hier eine Übersetzung:

Jana: Hallo, Willkommen in Salzburg. Ihr seid aus Großbritannien bis nach Salzburg gekommen. Und das in einer „alten“ Renault ZOE mit einer 22 Kilowattstunden-Batterie?

Craig: Das stimmt! Ich bin Craig aus Großbritannien, Renault ZOE Owners Club. Ja, den ganzen Weg von Großbritannien bis nach Österreich mit einer 22 Kilowattstunden-ZOE, etwa 1.400 Kilometer – Nonstop!

Aber du bist nicht alleine gefahren. Wer war dein Mitfahrer?

Jan-Bert: Hallo mein Name ist Jan-Bert. Ich bin von der Irish EV Owners Association. Ich lebe in Irland. Craig hat mich freundlicherweise eingeladen, ihn zu begleiten.

Wie lange war eure Reise. Wie viele Stunden seid ihr gefahren?

Jan-Bert: Wir sind insgesamt 33 Stunden gefahren. Wir sind um am Donnerstagmorgen um 0:30 Uhr in Coventry losgefahren und sind am Freitag um 10:30 Uhr in Salzburg angekommen.

Wie kommt man auf die verrückte Idee mit einem Elektroauto von England bis nach Salzburg zu fahren?

Craig: Das ist nicht verrückt! Wir wollten etwas Geld für einen wohltätigen Zweck sammeln – ich habe da über meine Mutter einen persönlichen Bezug. Dafür haben wir eine Herausforderung gesucht. Den ZOE-Club Österreich zu treffen – wir haben schon einige Zeit Kontakt über Facebook – erschien uns als ein gutes Reiseziel. Und das ist eine Herausforderung, die noch niemand bewältigt hat. Die Herausforderung war, zu zeigen, dass du in einem Elektroauto überall hinfahren kannst. Ich glaube wir haben es geschafft.

Ich muss euch enttäuschen, ich bin schon mit einer ZOE von Stuttgart nach Schottland gefahren.

Craig: Nonstop?

Nein…

Craig: Also haben wir gewonnen (lacht). Natürlich haben es schon Leute vorher gemacht. Aber sie haben Pausen gemacht, übernachtet – wir wollten es nonstop machen.

Jan-Bart: Du musst bedenken, dass viele Menschen in Großbritannien wissen nichts davon, dass du von Stuttgart nach Schottland gefahren bist. Als Elektroautobesitzer wissen wir alle, dass es geht. Ich bin schon zwei Mal von Irland in die Niederlande gefahren und ich fahre die Strecke im August zum dritten Mal.

Aber wenn Leute, die kein Elektroauto fahren zu dir kommen und fragen, was wenn du von hier nach dort fahren musst und du sagst – ja, habe ich gemacht. Und sie sagen dann, ich muss 400 Kilometer fahren, ohne zu halten. Und du fragst dann, wie oft fährst du wirklich 400 Kilometer ohne anzuhalten. Sie sagen dann, nein, aber wir müssten es können. Und du sagst ihnen, wenn du nach 250 Kilometer eine Pinkelpause einlegst, lädst du dein Auto und fährst weitere 250 Kilometer. Also wo ist das Problem

Die Leute in Großbritannien, Deutschland und Österreich sind also ziemlich ähnlich. Wir hören hier die gleichen Argumente. Ich muss 1.000 Kilometer fahren, falls meine Großmutter die Treppen herabstürzt und ich sie ins Krankenhaus bringen muss. Aber, wann fahrt ihr wieder zurück?

Craig: Wir fahren morgen gegen neun zurück. Wir wollten eigentlich um sechs losfahren, aber man hat uns überredet noch zum Brunch zu bleiben und uns noch zu verabschieden.

Jan-Bart: Wir werden morgen im Hotel übernachten. Wir werden auf dem Rückweg nicht nochmal 33 Stunden am Stück fahren – das wäre einfach dämlich.

Würdet ihr anderen empfehlen, mit einem Elektroauto in den Urlaub zu fahren?

Jan-Bart: Auf jeden Fall! Wir haben gerade darüber gesprochen. Wenn du die Fähre bezahlst – was du unabhängig vom Auto ja machen musst – und wenn du deine Reise planst, kannst du eine Fahrt wie unsere ziemlich einfach machen. Es ist kein Unterschied zum normalen Auto. Du musst eben einfach öfters anhalten. Und wenn du anhältst bist du viel ausgeruhter – also wenn man anhält und einen anständigen Schlaf bekommt. Aber wenn du eine lange Reise im Elektroauto machst, bist du einfach viel ausgeruhter, weil du eben regelmäßig anhalten musst. Es ist fantastisch. Ich bin fast 70.000 Kilometer in zweieinhalb Jahren mit meiner Renault ZOE gefahren. Ich war in sieben europäischen Ländern und ich liebe es.

So, ihr kommt wieder?

Craig: Ja, ich habe schon einen Flug für nächstes Jahr gebucht.

Jan-Bart: Ich denke schon darüber nach, nächstes Jahr von Irland hier her zu fahren. Aber nicht ohne Pausen!

Vielen Dank und kommt gut zurück nach Hause.

Craig und Jan-Bart haben auch ein Video von ihrer Reise gemacht. Viel Spaß!

In Untertürkheim nichts neues

Am 30. Mai war Rouven Remp von Smart und Jan Schreiter von Mercedes-Benz in der Mäulesmühle. Herr Schreiter hat einen Ausblick auf die Elektrostrategie von Daimler unter dem neuen Label „EQ“ gegeben. Leider gab es in seinem Vortrag wenig stichhaltige Informationen. Da konnte Herr Remp, Produktmanager des Smart Electric Drives, schon mehr erzählen. Schließlich steht der neue Smart ED fortwo und fourfour in den kommenden Wochen bei den Händlern. Jérôme und Jana haben Herr Remp nach seinem Vortrag interviewt. Die zentrale Frage war natürlich, warum der Smart nur eine vergleichsweise kleine Batterie hat und der 22 Kilowatt-Lader noch bis Ende des Jahres auf sich warten lässt. Absatzprobleme scheint Smart vorerst aber noch nicht zu haben. Bevor noch ein Smart ED beim Händler stand, gibt es für den neuen Smart insgesamt schon 803 Anträge auf die Umweltprämie.

Eine Seilbahn in der Stadt – wirklich eine gute Idee?

In der vergangenen Folge kam Jérôme auf die Idee eine Seilbahn in Stuttgart zu bauen. Jana war da etwas skeptisch. Unser Hörer Nino Zeidler aus Wuppertal hat sich nach der Folge bei uns gemeledet, da er in Sachen Stadtseilbahn ziemlich skeptisch ist. Er ist erster Vorsitzender des Vereins Bürgerinitiative Seilbahnfreies Wuppertal e.V. Denn in Wuppertal gibt es konkrete Pläne für eine solche Stadtseilbahn. Im Gespräch mit Jana erklärt er, warum eine Seilbahn auf den ersten Blick nur nach einer guten Idee klingt.

Links zur Sendung

P.S.: Nicht nur Jana, sondern auch Jérôme ist auf Twitter zu finden!

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