Electrify-BW – Der Podcast #18: Wie viele Stunden passen in dein Auto?

Die Anzeige einer Renault ZOE während des Ladens.
Die Anzeige einer Renault ZOE während des Ladens.

Was kann man mit alten Batterien machen, warum manche Versorger Zeit verkaufen sowie Janas und Jérômes IAA-Boykott.

 

Der Bayerische Rundfunk berichtet über eine praktische Anwendung von ausgedienten Elektroautobatterien. In einer Wohnanlage im Kempten speichern sechs alte Renault Kangoo Z.E.-Batterien den Solarstrom vom Dach der Wohnhäuser. Der Speicher kommt etwa auf eine Kapazität von 100 Kilowattstunden. An dem von der Europäischen Union geförderten Projekt sind Renault und die Allgäuer Überlandwerke beteiligt. Neben Kempten stehen weitere Versuchsanlagen in Aachen, in Paris, in der italienischen Stadt Terni und der britischen Stadt Gateshead. Wenn der Versuch erfolgreich ist, können ausgediente Elektroautobatterien zu einem wichtigen Baustein für die Energiewende sein.

Das Fraunhofer Institut für für Chemische Technologie im baden-württembergischen Pfinztal setzt auf Redox-Flow-Batterien um die Energiewende voranzubringen. Jetzt ist eine Pilotanlage mit 20 MWh in Betrieb gegangen. Geladen wir die Batterie über ein eigenes Windrad. Der Strom würde ausreichen, um eine kleine Ortschaft zehn Stunden lang mit Strom zu versorgen.

Zeit vs. Kilowattstunde

In den Meldungen berichten Jana und Jérôme von einem bemerkenswerten Twitterdialog zwischen Tesla-Chef Elon Musk und der Daimler AG. Tesla setzt das Model S deutlicher vom kommenden Model 3 ab und die EnBW Ladekarte bietet nun auch Zugang zu anderen Ladesäulenbetreibern.

Die Abrechnung erfolgt bei EnBW aber weiterhin nach Zeit in einem ziemlich komplizierten Tarifsystem. Jana und Jérôme diskutieren die Vor- und Nachteile der Zeitabrechnung. Wie seht ihr das Thema? Wir freuen uns über eure Kommentare.

Unser Hörer Christian Brandlehner hat einen Alexa Skill programmiert, um unseren Podcast zu hören. Wir sagen vielen Dank und freuen uns, dass man nun endlich was sinnvolles mit Amazons Assistentin anfangen kann.

Leider kann die Sternfahrt am 8. Oktober zum Aktionstag Elektromobilität (AtEm) in Stuttgart nicht stattfinden. Es sind aber trotzdem alle eingeladen an diesem Tag nach Stuttgart zu kommen. Zwar gibt es keinen zentralen Sammelplatz, aber mit über 150 Ladesäulen im Stadtgebiet zahlreiche Auflademöglichkeiten.

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Jana und Jérôme auf Twitter

(4) Kommentare

  1. Gruß ins Ländle, schade mit der Sternfahrt, hatte schon überlegt mit meinem e-up vom Harz anzureisen. Da waren mir dann auch die komischen Tarife von EnBW aufgefallen. Halte ich für total undurchsichtig, Gerade beim DC-Laden kann es ja auch auf Seite der Versorgung zum Runterschalten der Leistung kommen. Bei einer Abrechnung nach kWh kann jeder abschätzen, ob die erbrachte Warenmenge auch stimmt, Wenn ein 100 kWh Akku 50% geladen wurde sind es halt ca. 50 kWh. Ich finde der Anspruch vom Eichgesetz ist total überzogen, nur weil man Energiemenge beim Strom sehr exakt messen kann, muss ein Abrechnungssystem doch nicht auf die Watt-Minute ausgelegt werden.

  2. Zum Übernachten empfiehlt sich der e-NV200. Er kann heizen/kühlen/automatisch und gleichzeitig laden. Dazu auf AUTO stellen und 16,5°C und Düsen nach hinten. Die Belüftung und Heizung funktioniert sensationell gut, besser als in jedem Hotel. Das einzige Problem sind die Tagfahrleuchten. Es kann sein, daß Passanten gegen das Auto klopfen, weil sie denken, daß man das Licht angelassen hat. Man kann aber zwei schwarze Molton-Lappen drüberhängen, dann ist das TFL auch dunkel. In den e-NV200 passt eine 100×200 Matratze.

  3. Hallo P. hase,

    Danke für den Hinweis! Bequemer ist es sicherlich im e-nv200. Allerdings finde ich die anderen Vorzüge des Tesla dann doch überzeugender…. 🙂

    Gruß!
    Jérôme

  4. Ich habe erst kürzlich bei Smatrics (Österreich) 45 EUR für einen Reichweitengewinn von etwa 150km bezahlt. Stellt man hier den Versuch an, damit den Kwh Preis auszurechnen, ist man wahrscheinlich schon im Bereich des „Wucher Paragraphen“.

    Somit gebe ich Jana recht, hier müssen wir JETZT Rückmeldung geben, bevor hier weiter solche Auswüchse entstehen. Smatrics reagiert auf solche Rückmeldungen zb. auf deren Facebook Seite derzeit noch eher ungeschickt.

    Ich habe auch bedingt Verständnis für Abrechnungstarife mit Grundgebühr (Mindestumsatz lass ich mir noch einreden). Weil ich frag mich: Wofür? Die Anbieter argumentieren dann gerne mit Ihrem 24/7 Support etc, aber den brauch ich im Normalfall ja nur wenn bei DENEN was nicht funktioniert. Zudem muss man bei einer 24/7 besetzten Tankstelle ja auch keine Grundgebühr bezahlen.
    Womit wir bei den Tankstellen wären: Ich hoffe, diese fangen bald an, Ladesäulen als Möglichkeit zu sehen, Geld zu verdienen und Leute in Ihre Bistros zu bekommen.

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