Electrify-BW – Der Podcast #25: Wir machen jetzt in Eisenbahn

Eine Diesellok mit Akkus.
Eine Diesellok mit Akkus.

Warum gibt es keine Elektroautos zu kaufen und wieso fährt die Bahn immer noch mit Diesel?

 

Vom 5. bis 8. April findet in Stuttgart die i-Mobility statt. Electrify-BW ist nun schon zum vierten Mal mit einem eigenen Stand dabei. Jana berichtet von den Vorbereitungen und was die Besucherinnen und Besucher am Stand erwartet. Dieses Jahr wirft Electrify-BW einen Blick auf die Citylogistik. Dabei zeigt der Verein, dass es inzwischen ein breites Angebot an Fahrzeugen für die emissionsfreie Logistik auf der letzten Meile gibt. Vom Bakery Vehicle One – einem vollelektrischen 3,5 Tonner – bis zum Lastenrad mit motorisierten Lastenanhänger. Ansonsten gibt es natürlich wieder alle Antworten auf jegliche Fragen rund um die Elektromobilität. Der Verein organisiert den Ladepark und für alle, die elektrisch anreisen gibt es wieder Freikarten für die Frühjahrsmessen.

Nachfrage übersteigt Angebot

Der Stand von Electrify-BW widmet sich auch dem Thema Gebrauchtwagen. Denn wer schnell ein Elektroauto haben möchte, der kann derzeit fast nur auf Gebrauchtwagen zurückgreifen. Bei vielen Herstellern wie Smart oder Hyundai muss man über ein Jahr auf ein neues Elektroauto warten. Jana und Jérôme fragen sich, woran das liegt und warum die Hersteller die stark steigende Nachfrage nicht bedienen können.

Jérôme stellt die berechtigte Frage, warum die Bahn heute noch mit Dieselzügen durch die Gegend fährt. Schon Mitte der 1950er Jahre hatte die Bahn mit dem ETA 150 – später BR 515 – einen Akkutriebwagen im Einsatz. Bis 1964 wurden 232 Triebwagen gebaut. Die letzten leisteten bis 1995 ihren Dienst im Personennahverkehr. Mit vergleichsweise wenig Akkukapazität erreichten die Triebwagen erstaunliche Reichweiten. Mit der Batterietechnik von heute, wäre es noch einfacher, effiziente Triebwagen zu bauen. So wäre es möglich auf vielen nicht elektrifizierten Strecken, die Dieseltriebwagen zu ersetzen. Strom gibt es bei der Bahn bekanntlich reichlich und so könnten die Züge in den Bahnhöfen an einem kleinen Stück Oberleitung schnell wieder Strom für die nächste Strecke nachladen.

Jérômes Eisenbahnfabrik

In Deutschland hört man nichts über eine Renaissance dieser Technik. Allein in England scheint man schon auf die Idee gekommen zu sein, wie Robert Llewellyn in seiner YouTube-Show „Fully Charged“ zeigt.

Jérôme will sich jetzt jedenfalls einen alten Dieseltriebwagen besorgen und das Akkumulatorentriebwagenwerk Horb am Neckar gründen. Jana ist da noch etwas skeptisch. Bevor sie anfängt Schienenbusse umzubauen, muss sie erstmal mit ihrem Straßenbus aka Elektrocamper in die Pötte kommen. Aber auch hier zeichnet sich endlich ab, dass es weiter geht. Zero EV aus Großbritannien bietet jetzt endlich die Out of the Box-Lösung für den Antriebsstrang an, nach der sie so lange gesucht, hat. Vielleicht kann der Bus dann noch im Sommer über die Straßen rollen.

Jérôme ist dafür schon mit dem neuen Opel Ampera-e über die Straßen gerollt und berichtet mit gemischten Gefühlen von der Fahrt. 100 Prozent überzeugen konnte ihn der Rüsselsheimer aus Amerika nicht. Richtig blöd fand er ihn aber auch nicht.

Lebensretter werden

Richtig blöd findet Jana es, wenn im Stau keine Rettungsgasse gebildet wird. Geht es doch bei Verkehrsunfällen nicht selten um Minuten, die über Leben und Tot entscheiden. Außerdem gibt sie Tipps, wie man sich am Stauende verhalten kann, um schwere Auffahrunfälle zu vermeiden oder zumindest abzuschwächen.

Alle Podcasts auf einen Blick

Den Podcast abonnieren: iTunes, TuneIn, Podigee

Die Anzeige einer Renault ZOE während des Ladens.
Electrify-BW – Der Podcast #18: Wie viele Stunden passen in dein Auto?

29. September 2017

Vorsicht Kabel! Bild: © Thomas Igler
Electrify-BW – der Podcast #24: Das Urteil

4. März 2018

Der elektrische Transporter Renault Kangoo Z.E.
Electrify-BW – Der Podcast #4: Elektrisch transportieren

21. Januar 2017

Der neue Nissan Leaf vor Frühlingskulisse im Taunus. (Bild: © Jana Höffner)
Electrify-BW – Der Podcast #27: Eine Nissan Leaf Fahrt durch den Taunus

4. Mai 2018

(7) Kommentare

    1. Was einmal mehr zeigt, das meinem Hirn nicht die doofsten Ideen kommen. Kannte den Film nicht. Danke für den Hinweis!

  1. 1:36 ist bisserl lang um das am Stück zu hören – so lange muss ich nicht nicht mehr laden 😉
    Es würde helfen, wenn ihr ein „Inhaltsverzeichnis“ mit Zeitstempel anbieten könntet.
    Dann sieht man auch noch besser was der Inhalt ist.

    Inhaltsverzeichnis gut um den Inhalt zu erkennen… 😀 😀 😀

    1. Hallo Christian,
      Was wir besprechen kannst du in den Shownotes sehen. Kapitelmarken sind technisch kein Problem aber ziemlich viel Mehraufwand in der Postproduction für mich. Deshalb verzichte ich derzeit darauf.
      Gruß!
      Jérôme
      Ps.: Du musst den Podcast ja nicht bei einem Ladevorgang hören, sondern kannst ihn auf mehrere verteilen…. 🙂

  2. Hi,
    ich als PHEV fahrer habe ja da nicht wirklich das problem mit der Schnelladeinfrastruktur Sitchwort ‚Ladesäulenlotto‘ Frage ist die Ladeinfrastrucktur wirklich so schlecht das man heutzutage immer noch kein reines Elektroauto kaufen kann? Wenn nicht mal die recht grosse Reichweite vom Ampera e reicht.
    VG
    Jürgen

  3. Hallo Jerome,
    du bist dir sicher, dass der „eGolf“ auch ein „eGolf“ und kein GTE war? Der Kofferraum des eGolfes entspricht exakt des normalen Serien Golf mit Allradantrieb. Das bedeutet, die Wanne für das Ersatzrad ist nicht ganz so tief, sonst aber komplett identisch mit dem Kofferraum des normalen Golfes.
    Der eGolf hat auch unter dem Kofferraum keine Akkus, die sind komplett im Unterboden verbaut. Nur der GTE hat unter dem Kofferraum die Akkus. Du kannst dir gerne meinen in der Mäulesmühle demnächst anschauen! Wäre schön, wenn du das in der nächsten Folge korrigieren würdest, da es ja sonst evtl. ein paar Käufer vom elektrischen Fahren abhalten könnte…
    Ansonsten freue ich mich immer wieder auf eine neue Folge!

    Grüße Nico

  4. Wenn ich mich nicht verhört habe habt Ihr bei den lieferbaren Fahrzeugen den i3 vergessen mit 2-3 Monaten Lieferzeit. Gut, er hat im Moment nicht den gräßten Akku, aber mit dem Facelift und den Voll-LED Scheinwerfern eine attraktivere Serienausstattung. Bonität vorausgesetzt. 😉

Schreibe einen Kommentar