Electrify-BW – Der Podcast #39: Der Mario weiß wer der autonome Babo ist

Autonom fahrendes Auto im Silcon Valley (Bild: © Mario Herger).
Autonom fahrendes Auto im Silcon Valley (Bild: © Mario Herger).

Deutsche Firmen haben die meisten Patente für das autonome Fahren, trotzdem fahren uns offensichtlich die Amerikaner autonom davon. Wir haben mit Mario Herger über die Gründe gesprochen.

 

Wenn es um die Digitalisierung und die Zukunft des Automobils geht, kommt eigentlich keine politische Rede in Deutschland ohne die Aussage „Die meisten Patente für das autonome Fahren haben der Daimler und Bosch“, aus. Komischerweise fahren autonome Autos die meisten Kilometer in den USA und dort vor allem in Kalifornien. Die deutschen Hersteller spielen aber neben dem Branchenprimus Waymo, der zu Google gehört, nur eine untergeordnete Nebenrolle.

Wie kommt es also, dass wir die fleißigsten Erfinder sind, aber die anderen aber die besseren Ingenieure haben. Darüber haben wir mit Mario Herger gesprochen. Der gebürtige Wiener kam mit seinem damaligen Arbeitgeber SAP ins Silicon Valley und entschied sich zu bleiben. Seit vielen Jahren ist er als Buchautor zum Thema Gamification, Innovationskultur und autonomes Fahren tätig. Er berät nicht nur Konzerne und Start-ups in den USA und Europa sondern ist auch eine Art Reiseführer für alle, die das Silicon Valley verstehen wollen.

Warum kommen SpaceX, Waymo und Facebook nicht aus Deutschland?

In seinem Blog „Der letzte Führerscheinneuling“ berichtet er regelmäßig über neue Trends bei der Elektromobilität und vor allem dem autonomen Fahren. Mittlerweile hat er das neue Hobby „Autonomous Car spotter“ etabliert und liefert regelmäßig Bilder von mehr oder weniger geheimen Prototypen, die selbstständig durch die Bay-Area fahren.

Im Gespräch mit Mario Herger versuchen wir zu ergründen, warum der Spirit des Silicon Valley nicht auf deutsche Unternehmen überspringt, die Start-up Kultur immer noch ein zartes Pflänzchen in Deutschland ist und warum sich gerade das Land der Tüftler und Erfinder so schwer mit echter Innovation und Disruption tut.

Im zweiten Block des Gesprächs werfen wir dann einen Blick auf den aktuellen Stand beim autonomen Fahren und wer hier warum die Nase vorne hat. Auch die Frage ob Tesla mit seiner Strategie auf teure LIDAR-Systeme zu verzichten vielleicht nicht auf das falsche Pferd gesetzt hat und warum Infratructure to Vehicle Kommunikation eigentlich keine Voraussetzung für das autonome Fahren ist.

Freut euch auch 90 Minuten spannende Einblicke in die Welt des Silicon Valleys und einen geschärften Blick von außen auf die Innovationskultur in Deutschland.

Die Bücher von Mario Herger:

  • Das Silicon Valley Mindset, ISBN-13: 978-3864703546
  • Der letzte Führerscheinneuling ist schon geboren, ISBN-13: 978-3864705380

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Disclaimer: Die im Podcast geäußerten Meinungen und Ansichten müssen nicht unbedingt mit denen des Vereins Electrify-BW e.V. übereinstimmen

(3) Kommentare

  1. Echt spannender Podcast, wie immer 😉 Danke Euch 3en.
    Zum Thema Seilbahn, möchte ich Euch auf das Skyway Projekt von Anatoli Yunitski aufmerksam machen. Ein 1. Eco Technopark zur Demonstration existiert bereits in der Nähe von Minsk. Ein 2. größerer wird momentan in den VAE errichtet. Dort werden auch höchstwahrscheinlich die ersten kommerziellen Strecken errichtet. Es besteht großes, weltweites Interesse.
    Ich selber bin ein riesen Fan und auch Unterstützer, weil es viele Probleme auf einmal lösen könnte.

  2. Liebe Jana, lieber Jerome,
    bitte jetzt nicht falsch verstehen. Ihr macht eine großartige Arbeit und seit extra nach Hamburg gefahren um diese extrem wichtige Interview zu machen und dann diese extrem schlechte Audioqualitöt mit x Störgeräuschen im Hintergrund? Es haben noch schreiende Kinder und bellende Hunde im Hintergrund gefehlt. Ernsthaft jetzt, es gibt Leute, die das Thema massiv interessiert, die aber nach 30 Sekunden Kopfschmerzen bekommen und abschalten, weil die Hintergrundgeräusche bei der Informationsaufnahme extrem stören. Trotzdem Danke!

    Euer Gideon van Gulp

    1. Hallo Gideon,
      wir mussten nicht extra nach Hamburg fahren, sondern das Interview fand in Stuttgart statt. Wir hatten leider nur ein enges Zeitfenster für das Interview, daher mussten wir bei der Aufzeichnung ein wenig improvisieren. Wir geloben Besserung in Sachen Tonqualität!
      Jana

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