Electrify-BW – Der Podcast #42: Urlaubszeit = Reisezeit

In den Sommerferien mit dem Elektroauto verreisen? Warum nicht. Zwei Berichte über Reisen nach Süd- und Nordeuropa.

Das Abenteuer ist vorbei. Zumindest mit den Autos des amerikanischen Elektroautobauers Tesla gibt es in Europa eigentlich keine Herausforderung mehr. Jana weiß dann auch gar nicht viele Geschichten rund um das Tesla Model 3 zu berichten, mit dem sie gerade erst über 5.000 Kilometer durch Europa bis nach Sizilien gefahren ist. Wir reden im Podcast auch mit Axel Köhler, der sich gerade auf den Weg gemacht hat, die Ostsee zu umrunden – inklusive Abstecher ans Nordkap.

Dank einer täglich wachsenden Schnellladeinfrastruktur, besseren Online-Tools, wie A Better Routeplanner (Ein besserer Routenplaner) und eines wachsendes Roamingnetzes ist die Fahrt in den Urlaub mit IPACE, e-tron, Kona und Co. ebenfalls kaum noch ein Abenteuer.

3. Kreis der Hölle

Mehr Abenteuer ist es derzeit jedoch einen Servicetermin bei Tesla zu bekommen. Nachdem man telefonisch kein Service-Center mehr erreicht und Termine nur noch über die App ausmachen kann, steigt die Unzufriedenheit mit der Abwicklung von Serviceterminen. Jérôme hatte gerade eine defekte Scheibe und massive Probleme einen Termin beim Service-Center zu bekommen. Nach der Produktions- und Auslieferungshölle ist Tesla nun in der Service-Hölle angekommen. Bleibt zu hoffen, dass Elons Hölle nicht auch zehn Kreise hat.

Supercharger für alle?

Für kurze Aufregung sorgte diese Woche die Entdeckung, dass die Tesla-Supercharger auf der Webseite von Allego auftauchten (z.B. hier). Öffnet Tesla etwa mit Hilfe von Allego seine CCS-Supercharger für andere Hersteller? Immerhin benutzt das Model 3 in Europa den CCS-Standard und die Supercharger könnten daher eigentlich auch andere Fahrzeuge mit CCS laden. Allego hat auf Twitter allerdings schnell dementiert. Man habe auf der Webseite nicht nur eigene Ladepunkte, sondern auch die Ladepunkte anderer Anbieter verzeichnet. Ob ein offenes Supercharger-Netz gut oder schlecht wäre – da laufen die Meinungen von Jana und Jérôme allerdings klar auseinander.

Immerhin haben die Supercharger schon einen Unique-ID mit der sie an der Clearing-Stelle gemeldet sind. Theoretisch sind sie damit bereit, offen für Roaming zu sein. Mal schauen was sich da tut, vielleicht gibt es in diesem Jahr noch eine dicke Überraschung.

Ihr Elektroautos kommet, oh kommet doch all!

Jetzt sind es nur noch wenige Wochen bis zum 3. Elektromobilitäts-Treffen in Horb. Jérôme gibt einen Ausblick auf das Programm. Neben zahlreichen spannenden Vorträgen zeichnen wir auch am Sonntag live vor Publikum mit interessanten Gesprächspartnern unsere nächste Folge auf.

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher. Bitte denkt daran, euch noch anzumelden, damit wir die Logistik vor Ort besser im Griff haben.

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Disclaimer: Die im Podcast geäußerten Meinungen und Ansichten müssen nicht unbedingt mit denen des Vereins Electrify-BW e.V. übereinstimmen

(2) Kommentare

  1. Ich kann Dich absolut verstehen, lieber Jérôme, dass Du Dich über den momentanen „Zustand“ bei Tesla aufregst! Vollste Zustimmung! So was darf bei einem so teuren Auto nicht sein!
    Ich hatte auch einen Twizzy, bei dem die Bremsen erneuert werden mussten. Ich war auch ganz schön sauer, da es sich hier um ein Konstruktionsfehler handelt und Renault weder kulant ist, noch was ändert! 🙁

  2. Beim Thema Service kommt gern das Argument „für soundsoviel Geld müsste“, aber genau dies kann ich nicht nachvollziehen. Der Käufer eines Prduktes, und wenns nur um ne Bratwurst geht, hat an das Produkt eine gewisse Erwartung, und wenn die nicht erfüllt wird, ist er schlicht enttäuscht. Gerade der Gedanke, welchen Service man für ein Produkt erwartet, hat IMHO überhaupt nichts mit dem Preis des Produktes zu tun, denn wenn man was kauft, dann erwartet man doch, dass das, was man da für Geld erwirbt, den grundsätzlichen Vorstellungen entspricht, und tuts genau das nicht, dann möchte man doch mit einem richtigen Menschen sprechen, dem man genau diese Enttäuschung schildert. Jener, dem ich nun meine Enttäuschung schildere, kann im üblichen Fall ja keine Abhilfe schaffen, sondern nur das gute Gefühl, nun verstanden worden zu sein. Folge davon ist aber ja, dass die telefonische Erreichbarkeit eines Ansprechpartners dann dazu führt, dass dort eben alle Sorgen und Nöte vorgetragen werden, die sich aus der Nutzung des nun nicht ganz so perfekten Produktes ergeben. Da landet der „Killefit“, aber da landet auch der, der nun nicht weiter fahren kann. Tesla hat sich nun entschieden, diesen Kontakt abzuschaffen, für den, der nur nachfragen wollte, warum der Chargeport nicht auf geht, aber auch für den, der bescheid geben wollte, wo die „Immobilie“ genau immobil geworden ist. Ich deute das aber doch als eine Phase…. das wird doch nicht genau so bleiben, wie es gerade ist. Terminvereinbarung per App ist doch machbar, wenn wir jetzt über das kaputte Glasdach reden, den Austauschtermin kann man doch per App machen, wenn man denn schon weiß, dass einem das Krümelglas eben nicht in den Schoß fällt. Die Info, dass die Krümel eben nicht in den Schoß fallen, muss allerdings irgendwo herkommen. Ich hoffe, das wird sich alles relativieren, man macht nen Termin per App, schildert kurz, was getan werden muss, und bekommt ggf. nötige Infos, was man tun oder lassen sollte, bis zum Termin, und damit wäre es für mich so handhabbar.
    Ich wäre gar bereit, eine z.B. verschrammte Armlehne im Neuwagen ggf. selbst zu tauschen, wenn man mir das Ersatzteil schickte, und vielleicht noch ne Info, wie das zu tun ist, statt 250km zum nächsten Servicecenter zu fahren…aber das ist dann meine persönliche Entscheidung, nicht der „Königsweg“ für jeden Servicefall, denn „jede‘ Jeck is anners“.
    Fragt beliebigen Handwerker, warum er nicht 10 Leute einstellt…. er könnte sie nicht zu 100% auslasten, und er bekäme sie auch nicht. Im Servicecenter läufts nicht anders.

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